Schmerzen im Knie: Überbelastung oder Warnzeichen?

Schmerzen im Knie: Überbelastung oder Warnzeichen?

Schmerzen im Knie mit Bedacht analysieren und behandeln

Sie knien sich gern in eine Sache hinein? Unsere Knie symbolisieren Ausdauer, Durchsetzungskraft und Demut. Wir beugen unsere Knie beim Gebet in der Kirche und traditionsgemäß beim Heiratsantrag. Das größte Gelenk im menschlichen Körper ist Dreh- und Angelpunkt des Bewegungsapparats, dessen Sonderstellung sich auch in der Sprache niederschlägt. Schmerzen im Knie sollten Sie deshalb nie auf die leichte Schulter nehmen und immer den Ursachen auf den Grund gehen. Ist Überbelastung durch Sport für die Schmerzen verantwortlich oder sind sie Warnzeichen einer chronischen Krankheit?

Wo genau schmerzt das Kniegelenk?

Der Ort der Knieschmerzen gibt Hinweise auf die mögliche Ursache. Das Kniegelenk ist das größte Gelenk im Körper – ein komplexer Mechanismus, der den großen Oberschenkelknochen über die Kniescheibe mit den beiden Knochen des Unterschenkels verbindet. Im Prinzip besteht das Kniegelenk aus zwei verschiedenen Gelenken, die gemeinsam das Beugen und Drehen des Unterschenkels ermöglichen. Wenn Ihre Knie schmerzen, lohnt es sich, den Schmerz mit folgenden Fragen genau zu analysieren:

  • Wo genau tritt der Schmerz auf? An der Kniescheibe, in der Kniekehle, an der Außen- oder der Innenseite des Knies?
  • Sind die Schmerzen im Knie stärker bei Bewegung oder wenn Sie ruhen?
  • Verstärkt sich der Schmerz in der Nacht?
  • Schmerzen die Knie mehr beim Treppensteigen oder beim Hinabgehen von Treppen?
  • Versuchen Sie, die Art des Schmerzes zu beschreiben: Zieht es, pocht es oder ist der Schmerz eher dumpf?

Je genauer Sie die Knieschmerzen beschreiben können, desto leichter fällt Ihrem Arzt die Diagnose. Schmerzen im Kniegelenk sollten Sie immer als Warnzeichen betrachten. Dabei gilt die Regel: Lieber einmal zu oft zum Arzt als zu wenig.

Zwischen akuten und chronischen Schmerzen im Knie unterscheiden

Sie sind leidenschaftlicher Langstreckenläufer und haben den sonnigen Sonntag voll ausgenutzt? Nun schmerzen Ihre Knie. Dabei kann es sich einfach um eine Überlastung der Sehnen handeln. Zahlreiche Sportler leiden gelegentlich unter Schmerzen der Knie, die bereits bei normalen Bewegungen enorme Lasten tragen müssen. Bereits beim Treppensteigen fängt das Kniegelenk das vierfache Körpergewicht ab. Wenn Ihre Schmerzen länger als drei Tage lang anhalten, sollten Sie unbedingt den Arzt aufsuchen. Kleine Risse im Muskel- und Sehnengewebe repariert der Körper innerhalb dieser Zeitspanne.

Auf die Warnzeichen des Körpers achten

Auch wenn Sie keinen Sport betreiben, sollten Sie ebenfalls auf die Warnzeichen Ihres Körpers achten. Ein Körperteil, der wiederholt schmerzt, sollte Ihnen zu denken geben. Falls der Schmerz immer wieder schnell vergeht, sollten Sie dennoch Ihren Arzt aufsuch. Berichten Sie ihm, was Sie fühlen. Das Knorpelgewebe ist nicht an das Nervenkostüm angebunden und empfindet deshalb keine Schmerzen. Erst wenn Entzündungen auf umliegendes Gewebe übergreifen, registriert der Körper Pein. Als chronisch gelten Schmerzen, wenn sie länger als drei Monate lang anhalten. Allerdings sollten Sie auf keinen Fall so lange warten, bevor Sie mit Schmerzen im Kniegelenk zum Arzt gehen.

Mögliche Ursachen für Schmerzen im Kniegelenk

Schmerzen im Kniegelenk können zahlreiche Ursachen haben. Hier ist eine Auswahl der häufigsten Gründe.

  1. Arthrose: Diese Krankheit des rheumatischen Formenkreises ist die häufigste Ursache für Schmerzen im Bewegungsapparat. Wenn Knorpelverletzungen nach einem Unfall nicht korrekt ausheilen, kann sich der Knorpelschaden verschlimmern. Mit der Zeit bildet sich das Knorpelgewebe immer weiter zurück, bis Knochen auf Knochen reibt und jede Bewegung schmerzt.
  2. Rheumatoide Arthritis: Diese Krankheit gehört ebenfalls zu den Rheumakrankheiten. Allerdings handelt es sich dabei nicht um Abnutzungserscheinungen, sondern um eine Krankheit des Immunsystems. Fehlgesteuerte Zellen des Immunsystems greifen das Innere der Gelenke an und verursachen chronische Entzündungen, die bis zur kompletten Zerstörung der Gelenke führen können.
  3. Gicht: Bei dieser Stoffwechselkrankheit kann der Körper nicht genügend Harnsäure ausscheiden. Harnsäurekristalle lagern sich in Gelenken ab und verursachen bei Anfällen schmerzhafte Entzündungen.
  4. Bandscheibenvorfall: Eingeklemmte Nerven durch beschädigte Bandscheiben können ebenfalls Schmerzen im Kniegelenk verursachen.
  5. Bandverletzungen: Die Bänder verbinden die einzelnen Teile des komplexen Kniegelenks mit den Muskeln. Sie stabilisieren das Kniegelenk wie eine Schnur, die ein Paket geschlossen hält. Bänderdehnungen, -zerrungen – und risse gehören zu den häufigsten Sportverletzungen.
  6. Schleimbeutelentzündungen: Rund um das Kniegelenk befinden sich zahlreiche Schleimbeutel, die als Polster dienen. Die sogenannte Baker-Zyste ist eine Schleimbeutelentzündung in der Kniekehle, die sich gut ertasten lässt. Falls diese Zyste oder andere Schleimbeutelentzündungen nicht auf entzündungshemmende Salben ansprechen, müssen sie operativ entfernt werden.

Damit sich kleinere Beschwerden nicht zu chronischen Krankheiten entwickeln, empfiehlt sich im Zweifelsfall ein Besuch beim Arzt. Bei der Behandlung stehen Schmerzbekämpfung und Ruhe an erster Stelle. Das pflanzliche Schmerzmittel Gelencium verringert Schmerzen im Kniegelenk zuverlässig ohne Nebenwirkungen. Der Wirkstoffkomplex BC700 von Gelencium enthält Berberin , eine Substanz der heimischen Berberitze. Sie schützt Gelenkknorpel und unterstützt die Selbstheilungskräfte. Colchizin ist ein weiterer Bestandteil des Wirkstoffkomplexes von Gelencium, der die Regeneration von Gelenkknorpeln[1] fördert.

Artikel teilen:

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Einzelnachweise

[1] Onur Tetik, Mahmut Nedim Doral, Ahmet, Ozgiir Atay, Giirsel Leblebicioglu, School of Medicine, Hacettepe University. Ankara, Turkey, Influence of irrigation solutions combined with colchicine and diclofenac sodium on articular cartilage in a rat model, published online 6 April 2004 © Springer-Verlag 2004, DOI 10.1007/s00167-003-0470-8